Tag 3 – Tour ohne Namen
Lars 10. August 2009
Es war schlechtes Wetter zu erwarten, deswegen sollte eine Tour gefahren werden, die nicht zu lang ist und von der man jederzeit schnell wieder in die Unterkunft gelangen konnte. Frühstück wurde erstmal eine Stunde auf 8:00 Uhr nach hinten verlegt. Trotzdem standen alle irgendwie schon 7:00 Uhr auf der Matte. Blochi hatte sich über Nacht kuriert und sah wieder aus wie das blühende Leben.
Nach reichhaltigen Frühstück ging es dann gegen 9:30 im Regen los. Zuerst fuhren wir direkt am Fluss entlang von La Villa in Richtung Corvara. Der Regen hörte auf – na bitte, es geht doch! In Corvara wechselte man auf Asphalt und schraubte sich den Campolongo–Pass hoch. Das ist nun nicht grad der anspruchsvollste Pass, den es in den Dolomiten gibt, aber er will erstmal mit dem Bike gefahren sein. Wieder war die Sicht auf die Berge durch Nebel verdeckt. Auf dem Pass war es wieder windig und wir drehten rasch um, zurück bis zum Abzweig in Richtung Negerhütte/Pralongia.
Zur Pralongia führte ein “gemütlich” ansteigender Waldweg. Auf dem Weg änderte sich das Wetter, die Sonne gab sich mal die Ehre und es wurde eine Hütte passiert, die geöffnet war. Es war ein unbekanntes Gefühl, eine geöffnete Hütte zu betreten, aber es folgte unweigerlich eine kleine Stärkung. Nach der Rast ging es weiter, fast wie immer mit einer Steigung, bei der auch wieder zu Schieben war. Dafür hatte man dann, angekommen auf der Pralongia, relativ gute Sicht auf die umliegenden Berge. Der Star der Tour war der Sassongher, der Hausberg von Louis Tränker, aber auch der Blick auf den Kreuzkofel war frei.
Das weitere Ziel war die Bergstation der Gran Risa Weltcup Abfahrt, die nach ein paar weiteren Kilometern auch erreicht wurde. Nun hatte man den Blick ins Tal auf La Villa, wo wir untergebracht waren. Leider wurde das Wetter wieder schlechter, es begann zu regnen und es wurde kälter. Trotzdem musste die letzte Abfahrt nach La Villa gemeistert werden. Über nun nasse und schlammige Wege führte die Route bergab zurück nach La Villa. Auch diese letzte Abfahrt überstanden alle erfolgreich, nur Mann und Material sahen aus wie Hund und Sau. Dennoch hatte irgendwie jeder ein Lächeln im Gesicht, war trotzdem eine geile Tour, so wie sie war. Und pünktlich nach Ankunft in der Unterkunft war der Regen wieder weg und die Sonne kam nochmal raus.
Mann und Material wurden gereinigt, unsere Vermieterin hat Wäsche gewaschen, dann gings ab nach Corvara in die Pizzeria. Der Tag wurde mit den Bildern des Tages, einem Bier, einer Moods und einem Schnaps beendet.
Hendrik beschloss am Abend am nächsten Tag der “Kleinen Gruppe” beizutreten.
- Vorwort
- Tag 1 – Die drei Zinnen Tour
- Tag 2 – Bindelweg mit Blick auf die Marmolada
- Tag 4 – Die Fanes Tour
- Tag 5 – Seiser-Alm und Langkofel
- Tag 6 – Back to the Roots – Drei Zinnen
- Fazit
- Biken in Südtirol 2006 , Reisen
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