Tag 5 – Seiser-Alm und Langkofel
Lars 10. August 2009
Der Tag begann pünktlich um 7:00 am Frühstückstisch. Gabi musste vorm Brötchen holen erst einmal Eis kratzen, sprich, es war schweinekalt. Heute veränderte sich die Gruppenaufteilung, Kerstin lief aus der “kleinen Gruppe” in die “große Gruppe” über und Gabi bildete mit ihrem Motorrad eine eigene Gruppe.
Der Startpunkt der Tour war Wolkenstein. Nach etwas Suche nach einem freien Parkplatz ohne die üblichen unverschämten Parkgebühren und dem Gewichtstuning vom Kerstins Bike konnte die Tour starten. Zunächst ging es durch Wolkenstein über teilweise Asphalt und teilweise Waldwege in das Gebiet der Seiser Alm. Aus der Ferne konnte man bereits den Schlern und direkt daneben die Santner Spitzen bewundern, auch der Langkofel war ein imposanter Anblick. Nach ein paar knackigen Anstiegen ging es zurück ins Tal nach Saltria. Dort wurde eine kurze Pause eingelegt und sich an einer Übersichtskarte der weitere Weg angeschaut.
Wir bewunderten ebenso die neueste Tchibo–Wanderkollektion, die ein Linienbus nach Saltria brachte und die dann direkt 300 m zum nächsten Lift “wanderte”. Für uns hieß es aber weiter bergauf auf einem asphaltierten Anstieg nach Ritsch, die Sonne, das freundliche Wetter und die Aussicht auf die umliegenden Gipfel der Dolomiten erleichterten diese Kletterpassage. In Ritsch bog man ab über eine Wiese, die in einen Wanderweg überging und uns zur Mahlknechthütte führen sollte. Zwischendurch wurden nett gemeinte Hinweise unserer wandernden Naturfreunde, wie z.B. “Da kommen die nie lang mit dem Fahrrad” oder an einem Berg “Absteigen ist wohl uncool” lächelnd ignoriert. Es zog sich schon etwas bis zur Mahlknecht–Hütte, mittlerweile waren wir ja schon über zwei Stunden unterwegs und hatten schon fast die halbe Strecke absolviert. Angekommen an der Hütte, die Hendrik liebevoll nur noch “Mahli” nennt, wurde sich erstmal wieder gestärkt.
Nach dieser Pause ging es weiter wie immer nach eine Hüttenrast. Bergauf, anspruchsvoll zu fahren oder leidenschaftlich zu schieben. Das zwischenzeitliche Ziel war das Mahlknechtjoch, welches nach einer weiteren Stunde Fahrzeit erreicht wurde. Hendrik fand auch wieder eine seiner heiß geliebten Schranken, die er aber nicht zur Entspannung nutzen konnte, weil sich ein Wanderpärchen einen Spaß daraus machte, die Schranke für uns zu bedienen. In einem kurzen Gespräch mit den Wanderen begegnete uns wieder der Hinweis, dass wir mit den Rädern nicht weit kommen werden auf der “Schneid”. Irgendwie kam das Gefühl auf, das wir unterschätzt werden, aber naja. Über die “Schneid” und den legendären “Friedrich–August–Weg” sollte es weiter gehen zur Plattkofel–Hütte.
An der Plattkofel–Hütte führte ein kleines Tor auf den Sella–Wanderweg. Oder man ging einfach an dem Tor vorbei und war auch auf dem Weg, der am Sellajoch enden sollte. Da erinnerte man sich wieder an das BIKE – Magazin: “Kleinere Abschnitte dieser Aussichtspfade sind leider unfahrbar und müssen geschoben werden, aber zu Fuß kann man das Panorama am Horizont ohnehin besser genießen.” – ohne Kommentar.
Am Sella–Joch stand nur noch die letzte Abfahrt den Pass hinunter in Richtung Wolkenstein bevor. Das war der beste Moment, in dem ich feststellen konnte, dass ich meine Hinterradbremse geschrottet habe. Dann muss halt die Vorderradbremse reichen. Wie das bei uns Profis ist, erreichten wieder alle unversehrt und wohlbehalten den Ausgangspunkt in Wolkenstein.
Zurück in der Unterkunft gabs dann Kohlenhydrate in Form von Nudeln a la Carabonara. Beim gemeinsamen Tagesbilder auswerten, Bierchen trinken, Moods rauchen und Schnäpschen, klang auch dieser Tag wundervoll aus.
- Vorwort
- Tag 1 – Die drei Zinnen Tour
- Tag 2 – Bindelweg mit Blick auf die Marmolada
- Tag 3 – Tour ohne Namen
- Tag 4 – Die Fanes Tour
- Tag 6 – Back to the Roots – Drei Zinnen
- Fazit
- Biken in Südtirol 2006 , Reisen
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