Tag 1 – Die drei Zinnen

Lars 10. August 2009

Als erste Tour wurde die “Drei Zinnen” – Tour ausgesucht. Mal eben 40 km und 2000 hm laut Beschreibung der Touren aus dem Fachmagazin “BIKE” sollten zum Einrollen reichen. Etwas Skepsis machte sich breit in der Großen Gruppe, aber im Großen und Ganzen Zuversicht. Montag, 7:00 Uhr trafen alle Teilnehmer pünktlich zum Frühstük ein. Je nach Alter und gesundheitlichen Befinden der Teilnehmer wurden mehr oder weniger verschiedene Dopingdrinks gemixt, aber alles legal!. Pünktlich 8:00 Uhr war Start mit den Autos zum Ausgangspunkt der Tour, dem Misurina-See. Der Himmel war bewölkt, leichter Nieselregen, relativ kühl, aber das konnte sich noch ändern auf der einstündigen Anfahrt.

Angekommen am Misurina – See und nachdem auch ein “kostenloser” Parkplatz (direkt am See Parkgebühren von 1.-€/h) gefunden war, konnte die Tour beginnen. Die erste Etappe erfolgte bis zur Auronzo–Hütte, die stetig bergauf einer Passstraße entlang folgte. Bei der ersten kleineren Pause verabschiedete sich Raino mit den Worten: “Ich fahr dann schonmal weiter, ihr seid schneller und holt mich sowieso wieder ein.” … und war nie wieder geseh’n. Auf der Auronzohütte trafen sich dann alle wieder, um über den Patternsattel in Richtung Drei-Zinnen-Hütte zu starten. Zwischendurch kam man an der Lavaredohütte vorbei. Spätestens als dann die Drei-Zinnen-Hütte ebenso wie alle andere Hütten geschlossen vor uns lag, beschlossen wir nur noch geschlossene Hütten anzufahren. Das Wetter lies uns leider im Stich und die Sicht auf die Drei Zinnen blieb uns verwehrt, man konnte sie durch den starken Nebel leider nur zusammenfantasieren. Von der Drei-Zinnen-Hütte aus ging es erstmal rückwärts, um dann links durch das Val Marzon ins Tal hinunter zu kommen. Wie sang doch Xavier Naidoo erst dieses Jahr: “Dieser Weg, wird kein leichter sein…” und so kam es auch. Steil bergab, Geröll- und Steinwüste, schmaler und steiniger Weg, teilweise ausgewaschene Rinnsale. An manchen Stellen war man froh, kleine Bäume zu finden, an denen man sich bei dem Abstieg festhalten konnte. Nach zwei Stunden war der Abstieg dann geschafft – endlich. Die Redakteure von BIKE bezeichnen das so: “doch dann zweigt man links Richtung Lavaredo-Hütte ab und lenkt direkt in den Abfahrts-Trail ins Val Marzon hinunter. 1200 Höhenmeter rauschen dabei durch den Tacho.” Danke Jungs, ganz großer Sport!

Vom Tal aus ging es natürlich wieder bergauf und Raino verabschiedete sich wieder…  Hendrik stellte treffend fest, dass wir erst 2h lang die Fahrräder ins Tal getragen haben, um dann wieder den Berg hoch zu fahren. Nicht ganz richtig, ab ca. der zweiten Hälfte war wieder schieben angesagt, da der Weg grad neu gemacht wurde und zu großen Teilen noch ausgebaggert war. Naja, irgendwann nach diesem Aufstieg und der finalen Abfahrt kamen wir wieder am Misurina an, genehmigten uns in der erstbesten und einzigsten Kneipe ein Bier und liesen uns vom Wirt die Drei Zinnen auf Video zeigen. Unser Alterspräsident (Hendrik) hat sich die Tour auf der Heimfahrt dann nochmal durch den Kopf gehen lassen und verlangte von der kleinen Gruppe nach Ankunft in der Ferienwohnung Kamillentee.

Abends wurde gegrillt und der Tag mit einem Bier, einer Moods und einem Schnaps beendet.

Stimmen nach der Tour:
Thomas: “Wir sollten den Geheimcode der BIKE Redakteure entschlüsseln.”
Lars: “Es war schon etwas demotivierend, wenn uns wenigstens das Panorama entschädigt hätte.”

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